1935: Die Wir­kung von Fas­ten auf die Stuhl­ver­stop­fung

Verstopfung heilen mit Fasten

Woll­te einer sagen: Alles Unheil beginnt mit Stuhl­ver­stop­fung, so wäre das natür­lich eine leicht und bil­lig angreif­ba­re Über­trei­bung. Und doch steckt hin­ter die­sem rhe­to­risch über­spitz­ten Satz eine jedem alten Arzt bekann­te schwer­wie­gen­de Tat­sa­che. Man beden­ke, dass bei­na­he jeder drit­te inner­lich Kran­ke „ver­stopft“ ist.

Und wel­ches sind die Fol­gen die­ser mit allen Mode-Laxan­ti­en „bekämpf­ten“ chro­ni­schen Ver­stop­fung? Der Darm wird schließ­lich zum schlaf­fen Wind- und Was­ser­sack. Die auf Gedeih und Ver­derb mit dem Darm­rohr ver­bun­de­ne Leber kommt aus ihrem bio­lo­gi­schen Rhyth­mus. Die sich immer wie­der stau­en­den Kot­mas­sen geben über die kran­ke Leber an die Gal­le und alle Säf­te des Orga­nis­mus Fremd‑, Krank­heits- und Ekel­stof­fe ab, von denen nur die Indi­can-Reak­ti­on und beim Fas­ten die aus der Zell­ver­an­ke­rung sich ent­spei­chern­den Ekel­düf­te ein leicht ange­deu­te­tes Zeug­nis geben. Das nächs­te Zeug­nis gibt dann die Prae­can­ce­ro­se. Und vom Schlus­se schwei­gen wir lie­ber.

Gründ­li­ches Fas­ten erzielt regel­mä­ßig gute Erfol­ge bei Stuhl­ver­stop­fung

Einer­lei, ob wir es mit der schlaf­fen oder mit der kramp­fi­gen Ver­stop­fung zu tun haben, die ein­zi­ge Metho­de, mit der fast regel­mä­ßig gute dau­ern­de Erfol­ge zu erzie­len sind, ist immer wie­der das gründ­li­che Fas­ten.

Daß man einen Men­schen, des­sen chro­ni­sche Ver­stop­fung unter tap­fe­rem Fas­ten end­lich geheilt ist, nicht mehr dem kuli­na­ri­schen Schlen­dri­an der bür­ger­li­chen Küche aus­lie­fern darf, die ihn in Jah­ren und Jahr­zehn­ten krank und ver­stopft gemacht hat, ist selbst­ver­ständ­lich. Die Hei­lung einer Obs­ti­pa­ti­on durch die Fas­ten­kur ist erst dann von Dau­er, wenn sie mit einer Reform die­ser „bür­ger­li­chen Küche“ ver­bun­den ist. Die Küche muss auf dem Fun­da­ment neu auf­ge­baut wer­den, das Lah­mann, Rag­nor Berg, Hind­he­de und Bir­cher-Ben­ner gelegt haben.

Autor
• Otto Buch­in­ger
Quel­le
• Otto Buch­in­ger: Das Heil­fas­ten und sei­ne Hilfs­me­tho­den als bio­lo­gi­scher Weg. Hip­po­kra­tes, Stutt­gart, 1935 (bei Ama­zon kau­fen).
Bild­nach­weis
• Mayur Gala (unsplash.com, 2PODhmrvLik).
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