Anwen­dun­gen von Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se für Gesund­heit und Ernäh­rung

Vorbeugung und Gesundheit

Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se gehö­ren zu einer Klas­se von Koh­len­hy­dra­ten, die als Fruc­ta­ne bekannt sind. Die Haupt­quel­len für Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se, die in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie ver­wen­det wer­den, sind Chi­co­rée und Topin­am­bur.

Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se gel­ten als funk­tio­nel­le Lebens­mit­tel­zu­ta­ten, da sie phy­sio­lo­gi­sche und bio­che­mi­sche Abläu­fe bei Rat­ten und Men­schen beein­flus­sen, was bei die­sen zu einer bes­se­ren Gesund­heit und zu einer Risi­ko­re­duk­ti­on hin­sicht­lich vie­ler Krank­hei­ten führt.

Expe­ri­men­tel­le Stu­di­en haben gezeigt, dass sie als bifido­ge­ne Wirk­stof­fe die­nen, das Immun­sys­tem des Kör­pers sti­mu­lie­ren, patho­ge­ne Bak­te­ri­en im Darm ver­rin­gern, Ver­stop­fung lin­dern, das Osteo­po­ro­se­ri­si­ko durch Erhö­hung der Mine­ral­ab­sorp­ti­on, ins­be­son­de­re von Kal­zi­um, ver­rin­gern und das Athero­skle­ro­se-Risi­ko sen­ken, indem sie die Syn­the­se von Tri­gly­ce­ri­den und Fett­säu­ren in der Leber redu­zie­ren und deren Serum­spie­gel ver­rin­gern.

Mehr Gesund­heit durch Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se

Die­se Fruc­ta­ne modu­lie­ren zudem den Hor­mon­spie­gel von Insu­lin und Glu­ca­gon und regu­lie­ren dadurch den Koh­len­hy­drat- und Lipid­stoff­wech­sel, indem sie den Blut­zu­cker­spie­gel sen­ken. Sie sind auch wirk­sam bei der Sen­kung des Blut­harn­stoff- und Harn­säu­re­spie­gels, wodurch das Stick­stoff­gleich­ge­wicht auf­recht­erhal­ten wird. Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se redu­zie­ren schließ­lich auch die Inzi­denz von Darm­krebs.

Die bio­che­mi­schen Grund­la­gen die­ser vor­teil­haf­ten Wir­kun­gen von Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se wur­den dis­ku­tiert.

Oli­go­fruc­to­se ist nicht kario­gen, da sie von Strep­to­coc­cus mutans nicht zur Bil­dung von Säu­ren und unlös­li­chen Glu­ca­nen ver­wen­det wird, die die Haupt­ver­ur­sa­cher von Zahn­ka­ri­es sind.

Auf­grund der Viel­zahl gesund­heits­för­dern­der Funk­tio­nen von Inu­lin und Oli­go­fruc­to­se fin­den sie eine brei­te Anwen­dung in ver­schie­de­nen Arten von Lebens­mit­teln wie Süß­wa­ren, Obst­zu­be­rei­tun­gen, Milch­des­serts, Joghurt und Frisch­kä­se, Back­wa­ren, Scho­ko­la­de, Eis und Sau­cen. Inu­lin kann auch zur Her­stel­lung von Fruc­to­se­si­ru­pen ver­wen­det wer­den. (Kurz­fas­sung)

Autoren
• Narin­der Kaur1, Anil K Gupta.
1Depart­ment of Bio­che­mis­try and Che­mis­try, Pun­jab Agri­cul­tu­ral Uni­ver­si­ty, Lud­hia­na 141 004, India. [email protected]
Quel­le
Kaur N, Gupta AK: Appli­ca­ti­ons of inu­lin and oli­go­fruc­to­se in health and nut­ri­ti­on. J Bio­sci. 2002 Dec;27(7):703–14 (Kurz­fas­sun­gen: DOI | PMID).
Bild­nach­weis
• Renee Fisher (unsplash.com, lTkF2Tdx9uI).
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