Eine müt­ter­li­che pro­te­in­rei­che Ernäh­rung prä­dis­po­niert weib­li­che Nach­kom­men für eine erhöh­te Fett­mas­se im Erwach­se­nen­al­ter, wäh­rend eine prä­bio­ti­sche Faser­di­ät die Fett­mas­se von Rat­ten ver­rin­gert

proteinreiche Ernährung

Die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von Unter­ernäh­rung in der Gebär­mut­ter wur­den umfas­send unter­sucht. Die Aus­wir­kun­gen einer erhöh­ten Auf­nah­me von Makro­nähr­stof­fen durch die Schwan­ge­re sind in Bezug auf Bal­last­stof­fe unbe­kannt und in Bezug auf einen hohen Pro­te­in­ge­halt nicht schlüs­sig.

In der vor­lie­gen­den Stu­die wur­den Wistar-Nul­li­pa­ra wäh­rend der gesam­ten Gra­vi­di­tät und Lak­ta­ti­on ent­we­der mit einer Kon­troll­di­ät ©, einer pro­te­in­rei­chen (40%, w/w; HP) oder einer hoch­prä­bio­ti­schen Faser (21,6%, w/w; HF) gefüt­tert. Die Wel­pen beka­men die C‑Diät im Alter von 3 bis 14,5 Wochen und wech­sel­ten dann 8 Wochen lang zu einer fett­rei­chen/S­ac­cha­ro­se-Diät. Ein Dop­pel­rönt­gen­ab­sorp­tio­me­trie-Scan und ein ora­ler Glu­ko­se­to­le­ranz­test wur­den durch­ge­führt und Plas­ma­s­ät­ti­gungs­hor­mo­ne gemes­sen.

Das end­gül­ti­ge Kör­per­ge­wicht und der pro­zen­tua­le Kör­per­fett-Anteil wur­den durch die Wech­sel­wir­kung zwi­schen Ernäh­rung der Mut­ter und Geschlecht der Nach­kom­men signi­fi­kant beein­flusst: Gewicht und Fett­mas­se waren bei den weib­li­chen Nach­kom­men der HP- ver­sus HF-Mut­ter­tie­re höher. Bei den männ­li­chen Nach­kom­men wur­den kei­ne Unter­schie­de im Kör­per­ge­wicht oder in der Fett­mas­se fest­ge­stellt. Es gab einen signi­fi­kan­ten Geschlechts­ef­fekt für das Fas­ten und eine Gesamt-AUC für Ghre­lin und Fas­ten-GIP, wobei Frau­en höhe­re Wer­te hat­ten als Män­ner. Der TAG-Gehalt in der Leber und die Plas­ma-NEFA waren bei den Nach­kom­men von Mut­ter­tie­ren mit hohem Prä­bio­ti­kum- (HF1) nied­ri­ger als bei Mut­ter­tie­ren mit hohem Pro­te­in­ge­halt (HP1) und Kon­troll­mut­ter­tie­ren (C1). Die intesti­na­le Expres­si­on von GLUT2 war in HF1 und HP1 gegen C1 ver­rin­gert. Die müt­ter­li­chen HP- und HF-Diä­ten hat­ten dau­er­haf­te Aus­wir­kun­gen auf die Kör­per­fett- und Leber-TAG-Akku­mu­la­ti­on bei den Nach­kom­men, ins­be­son­de­re bei weib­li­chen Mäu­sen.

Wäh­rend die HP-Diät für einen fett­lei­bi­gen Phä­no­typ prä­dis­po­niert, scheint die müt­ter­li­che HF-Diät die Anfäl­lig­keit für Über­ge­wicht nach einer ener­gie­rei­chen Diät im Erwach­se­nen­al­ter zu ver­rin­gern. (Kurz­fas­sung)

Autoren
• Megan C Hal­lam1, Ray­le­ne A Rei­mer.
1Facul­ty of Kine­sio­lo­gy, Uni­ver­si­ty of Cal­ga­ry, 2500 Uni­ver­si­ty Dri­ve NW, Cal­ga­ry, AB, Cana­da T2N 1N4.
Quel­le
Hal­lam MC, Rei­mer RA: A mate­r­nal high-pro­­te­in diet pre­dis­po­ses fema­le off­spring to increased fat mass in adult­hood whe­re­as a pre­bio­tic fib­re diet decrea­ses fat mass in rats. Br J Nutr. 2013 Nov 14;110(9):1732–41 (Kurz­fas­sun­gen: DOI | PMID).
Bild­nach­weis
• 青 晨 (unsplash.com, eIzz­zwtkBjU).
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