Fern­wir­kun­gen von ver­zehr­ten Prä­bio­ti­ka

Präbiotische Ballastoffe gut für die Gesundheit

Das Darm­mi­kro­bi­om hat – so ist all­ge­mein aner­kannt – einen kla­ren Zusam­men­hang mit posi­ti­ven Gesund­heits­er­geb­nis­sen, ein­schließ­lich sol­cher, die vom Magen-Darm-Sys­tem ent­fernt sind. Die Fähig­keit der Darm­flo­ra, die mikro­biel­le Homöo­sta­se ins­ge­samt auf­recht­zu­er­hal­ten und wie­der­her­zu­stel­len hat dadurch eine neue Bedeu­tung bekom­men.

Inu­lin und ande­re Prä­bio­ti­ka attrak­tiv, da sie von den “guten” Darm­bak­te­ri­en genutzt wer­den

Prä­bio­ti­sche Wirk­stof­fe sind für die­sen Zweck attrak­tiv, da es sich zumeist um Sub­stan­zen in Lebens­mit­tel­qua­li­tät han­delt, die nur von Mikro­ben wie Bifi­do­bak­te­ri­en und Lakt­o­ba­zil­len abge­baut wer­den kön­nen, aus denen die­se nütz­li­che kurz­ket­ti­ge Fett­säu­ren her­stel­len.

Sac­cha­ri­de wie Inu­lin und ande­re Fruc­to-Oli­gos­ac­cha­ri­de, Galac­tooli­gos­ac­cha­ri­de und Poly­dex­tro­se wer­den häu­fig zur Ver­bes­se­rung der gas­tro­in­testi­na­len Gesund­heit ver­wen­det. Sie schei­nen jedoch auch ent­fern­te Stel­len im Kör­per posi­tiv zu beein­flus­sen.

Die­se Über­sichts­ar­beit unter­such­te die Aus­wir­kun­gen von Prä­bio­ti­ka auf die Kno­chen­stär­ke, neu­ro­na­le und kogni­ti­ve Pro­zes­se, die Immun­funk­ti­on, die Haut und das Serum­li­pid­pro­fil. Die Wir­kungs­wei­se wird teil­wei­se durch die Darm­per­mea­bi­li­tät und durch Fer­men­ta­ti­ons­pro­duk­te beein­flusst, die die Ziel­zel­len errei­chen. Mit der Diver­si­fi­zie­rung der ver­füg­ba­ren Arten von Prä­bio­ti­ka wird auch unser Ver­ständ­nis der Viel­zahl von Darm­bak­te­ri­en, die sie abbau­en kön­nen, und des Umfang, in dem Kör­per­par­tien durch ihren Ver­zehr beein­flusst wer­den kön­nen, viel­fäl­ti­ger. (Kurz­fas­sung)

Autoren
• Ste­pha­nie Coll­ins1, Gre­gor Reid.
1Depart­ment of Micro­bio­lo­gy and Immu­no­lo­gy, The Uni­ver­si­ty of Wes­tern Onta­rio, Lon­don, ON N6A 5C1, Cana­da. [email protected].
Quel­le
Coll­ins S, Reid G: Distant Site Effects of Inge­sted Pre­bio­tics. Nut­ri­ents. 2016 Aug 26;8(9) (Kurz­fas­sun­gen: PMID, DOI).
Schlüs­sel­wör­ter
• Kno­chen, Gehirn, kar­dio­vas­ku­lär, immun, Mikro­bi­om, Prä­bio­ti­ka.
Bild­nach­weis
• Dan Gold (unsplash.com, 4_jhDO54BYg).
wei­te­re Infos
Darm­ge­sund­heit: Super­or­ga­nis­mus Mensch
Darm­­f­lo­ra-Schä­­den durch jeden vier­ten Arz­n­ei-Wir­k­­stoff
Prä­bio­ti­sche Inu­­­lin­­typ-Fruktane indu­zie­ren spe­zi­fi­sche Ver­än­de­run­gen in der mensch­li­chen Darm­flo­ra