Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel oft gepanscht

gepanschte Nahrungsergänzungsmittel häufigNah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel (NEM) sind häu­fig „gepanscht“. Beson­ders, wenn sie online aus dem Aus­land in Deutsch­land ver­kauft wer­den. Sie ent­hal­ten also nicht-dekla­rier­te Inhalts­stof­fe, die sogar schäd­lich oder gif­tig sein kön­nen. Eini­ge Ver­brau­cher-Web­sites wei­sen regel­mä­ßig dar­auf hin (sie­he unten). Auch das Euro­päi­sche Schnell­warn­sys­tem für Lebens­mit­tel und Fut­ter­mit­tel (RASFF), für das in Deutsch­land das Bun­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit zustän­dig ist (BVL), ver­sucht die schlimms­ten Fäl­le bekannt zu machen (sie­he unten). Doch dies ist ein Kampf gegen Wind­müh­len, da vie­le Her­stel­ler immer trick­rei­cher bei ihren kri­mi­nel­len Betrü­ge­rei­en vor­ge­hen. Zudem ent­spre­chen die Mel­dun­gen aus den ein­zel­nen Län­dern der EU eher der Spit­ze eines Eis­ber­ges: Nur wenig wird über­haupt jemals bekannt. Eine durch­gän­gi­ge Kon­trol­le auf „alle“ Schad­stof­fe und Ver­seu­chun­gen ist über­haupt nicht mach­bar.

Lei­der betrifft das auch den Bal­last­stoff Inu­lin aus mexi­ka­ni­scher Bio-Aga­ve, der unter ande­rem 2016 teil­wei­se mit den unzu­läs­si­gen Che­mi­ka­li­en „Pen­ta­chlo­ro­phe­nol“ oder „Ben­zal­ko­ni­um­chlo­rid“ belas­tet war. Die meis­ten Anbie­ter haben dar­auf die betrof­fe­ne Ware vom Markt zurück­ge­zo­gen.