Sät­ti­gungs­hor­mon und meta­bo­li­sche Reak­ti­on auf eine inter­mit­tie­ren­de Hoch­en­er­gie­di­ät unter­schei­den sich bei Rat­ten, die Lang­zeit­diä­ten mit hohem Pro­te­in- oder Prä­bio­ti­ka-Gehalt bekom­men

Energie- und fettreiche Diät

Gro­ße Unter­schie­de in der Zusam­men­set­zung der Ernäh­rung zwi­schen der frü­hen Ent­wick­lung im Leben und dem Erwach­se­nen­al­ter kön­nen sich nach­tei­lig auf das Risi­ko von Fett­lei­big­keit aus­wir­ken.

Wir unter­such­ten die Aus­wir­kun­gen einer inter­mit­tie­ren­den Diät mit hohem Fett-/Sac­cha­ro­se­ge­halt (HFS) auf die Reak­ti­on von Sät­ti­gungs­hor­mon und Serum­me­ta­boli­ten bei unter­schied­li­chen Diä­ten. Grup­pen von Wistar-Rat­ten­wel­pen wur­den jeweils mit Kon­troll­nah­rung ©, Nah­rung mit hohem Gehalt an prä­bio­ti­schen Bal­last­stof­fen (HF) oder hohem Pro­te­in­ge­halt (HP) (Ent­wöh­nung jeweils bei 16 Wochen) gefüt­tert, dann alle mit HFS-Diät (6 Wochen) und schließ­lich auf ihre jewei­li­ge C‑, HF- oder HP-Füt­te­rung zurück­ge­setzt (4 Wochen).

Abschlie­ßend wur­de die Mes­sung der Kör­per­zu­sam­men­set­zung und der Sät­ti­gungs­hor­mo­ne von (1)H‑NMR-Stoffwechselprofilen in nüch­ter­nen und post­pran­dia­len Zustän­den beglei­tet.

Das meta­bo­lo­mi­sche Pro­fil­ing pro­gnos­ti­zier­te Nah­rungs­quel­le mit einer Genau­ig­keit von > 90 %. Die HF-Grup­pe war durch das nied­rigs­te Kör­per­ge­wicht und Kör­per­fett (P < 0.05) und erhöh­te Sät­ti­gungs­hor­mon­spie­gel (Glu­ca­gon-ähn­li­ches Pep­tid 1 und Pep­tid-YY) gekenn­zeich­net. Eine regu­lier­te Model­lie­rung bestä­tig­te, dass die HF-Diät mit einer höhe­ren Darm­hor­mon­se­kre­ti­on ver­bun­den ist, die die bekann­ten Aus­wir­kun­gen von Prä­bio­ti­ka auf das Darm­mi­kro­bi­om und ihre femen­ta­ti­ven End­pro­duk­te, die kurz­ket­ti­gen Fett­säu­ren, wider­spie­geln könn­te. Rat­ten, die mit einer HF-Diät auf­ge­zo­gen wur­den, schei­nen weni­ger nach­tei­li­ge Aus­wir­kun­gen einer inter­mit­tie­ren­den fett­rei­chen Diät im Erwach­se­nen­al­ter zu haben, wenn sie wie­der auf ihre post­na­ta­le Diät umge­stellt wer­den. Mit den Diä­ten ver­bun­de­ne Meta­boli­ten­pro­fi­le lie­fern eine ein­deu­ti­ge bio­che­mi­sche Signa­tur ihrer Wir­kun­gen. (Kurz­fas­sung)

Autoren
• Ray­le­ne A Rei­mer1, Alan­nah D Mau­rer, Lind­say K Eller, Megan C Hal­lam, Rus­tem Shaykhut­di­nov, Hans J Vogel, Aalim M Wel­jie.
1Depart­ment of Bio­che­mis­try and Mole­cu­lar Bio­lo­gy, Uni­ver­si­ty of Cal­ga­ry, 3330 Hos­pi­tal Dri­ve NW, Cal­ga­ry, Alber­ta, T2N 4N1, Cana­da. [email protected]
Quel­le
Rei­mer RA, Mau­rer AD, Eller LK, Hal­lam MC, Shaykhut­di­nov R, Vogel HJ, Wel­jie AM: Satie­ty hor­mo­ne and meta­bo­lo­mic respon­se to an inter­mit­tent high ener­gy diet dif­fers in rats con­sum­ing long-term diets high in pro­te­in or pre­bio­tic fiber. J Pro­teo­me Res. 2012 Aug 3;11(8):4065–74 (Kurz­fas­sun­gen: DOI | PMID).
Bild­nach­weis
• Chris­to­pher Wil­liams (unsplash.com, Q8x7gLr8bxg).
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