Lexikon

gyno­ide Adi­po­si­tas

(f) Im Gegen­satz zur andro­iden (→abdo­mi­na­le Adi­po­si­tas) ist die gyno­ide Adi­po­si­tas durch eine glu­te­ofe­mo­ra­le Fett­ver­tei­lung gekenn­zeich­net , d. h. der Bereich der Hüf­ten und der Ober­schen­kel ist stär­ker betont als der Stamm. Das „weib­li­che“ Fett­ge­we­be wird als Ener­gie­re­ser­ve für die Still­pe­ri­ode nach der Geburt ange­se­hen und steht offen­bar unter einer ande­ren hor­mo­nel­len Regu­la­ti­on als das vis­ze­ra­le Fett­ge­we­be (Östro­ge­ne, Pro­lac­tin). Der Tail­len-Hüf­te-Umfang (WHR, →Waist-to-Hip-Ratio) ist bei der gyno­ide Adi­po­si­tas nied­rig (<0,85), bei der andro­iden Adi­po­si­tas dage­gen hoch (>1,0). Die gyno­ide Adi­po­si­tas ist offen­bar nicht mit einem erhöh­ten Athero­skle­ro­se­ri­si­ko asso­zi­iert.