Lexikon

ora­ler Glu­co­se­to­le­ranz­test

(m) Dient zur Erken­nung einer →patho­lo­gi­schen Glu­co­se­to­le­ranz. Mit dem ora­len Glu­co­se­to­le­ranz­test lässt sich das gesam­te Regu­la­ti­ons­sys­tem der Blut­glu­co­se ein­schließ­lich Magen­ent­lee­rung und intesti­na­len Fak­to­ren der Insu­lin­se­kre­ti­on voll­stän­dig prü­fen. Durch­füh­rung: Nach der Abnah­me des Nüch­tern­glu­co­se­wer­tes nimmt der Pro­band 75 g Glu­co­se inner­halb von 5 Minu­ten auf. Nach 60 und 120 min erfol­gen wei­te­re Blut­glu­co­se­be­stim­mun­gen, um eine even­tu­ell gestör­te Glu­co­se­to­le­ranz anhand von Grenz­wer­ten beur­tei­len zu kön­nen. Glu­co­se­mes­sun­gen im Blut nach 180, 240 und 300 min klä­ren durch Ver­gleich mit Grenz­wer­ten eine reak­ti­ve Hypo­glyk­ämie ab.