Lexikon

STH

(n) Syn­ony­me: soma­to­tro­pes Hor­mon, Soma­to­tro­pin, Wachs­tums­hor­mon

Ein­ket­ti­ges Pep­tid­hor­mon mit einem Mole­ku­lar­ge­wicht von ca. 22 000, das aus 191 →Ami­no­säu­ren besteht. Sei­ne Wir­kung ist streng art­spe­zi­fisch, sodass etwa Soma­to­tro­pin, das aus Rin­der­hy­po­phy­sen gewon­nen wur­de, beim Men­schen wir­kungs­los bleibt. STH besitzt ein sehr wei­tes Wir­kungs­spek­trum. Es löst zum Teil die Wir­kun­gen nicht selbst aus, son­dern bil­det die Som­ato­me­di­ne, wachs­tums­för­dern­de Fak­to­ren in der Leber. STH ver­hält sich somit einer­seits als effek­to­ri­sches, ande­rer­seits als glan­do­tro­pes →Hor­mon.

  • Wir­kungs­wei­se als effek­to­ri­sches Hor­mon: Stei­ge­rung der →Lipo­ly­se, Erhö­hung des Blut­zu­cker­spie­gels und Betei­li­gung an Mus­kel­auf­bau, Knor­pel-und Kno­chen­wachs­tum.
  • Wir­kungs­wei­se als glan­do­tro­pes Hor­mon: För­de­rung des Knorpel‑, Kno­chen- und Mus­kel­wachs­tums über Som­ato­me­di­ne und kurz andau­ern­de, insu­lin­ar­ti­ge Wir­kung.