Lexikon

Neu­ro­pep­tid Y

(n) Syn­onym: NPY

Die Regu­la­ti­on des Ernäh­rungs­ver­hal­tens unter­liegt kom­ple­xen Regu­la­ti­ons­vor­gän­gen im Zen­tral­ner­ven­sys­tem mit Beein­flus­sung des →Hun­ger- und Sät­ti­gungs­zen­trums im Hypo­tha­la­mus. Die­se Steue­rungs­vor­gän­ge wer­den über →Neu­ro­trans­mit­ter bzw. →Neu­ro­pep­ti­de ver­mit­telt. Das Neu­ro­pep­tid Y ist eine Sub­stanz, die im Hypo­tha­la­mus sti­mu­lie­rend wirkt und die →Nah­rungs­auf­nah­me stei­gert, vor allem von →Koh­len­hy­dra­ten. Auch beein­flusst Neu­ro­pep­tid Y die Sekre­ti­on von Hor­mo­nen mit Wir­kung auf den ana­bo­len Stoff­wech­sel. Neu­ro­pep­tid Y stei­gert somit die Nähr­stoff­auf­nah­me und deren Spei­che­rung in Depot­ge­we­ben. Neu­ro­pep­tid Y ist ein star­ker Sti­mu­lus des Hun­ger­zen­trums und damit des Appe­tits. Dane­ben wirkt es auf eine Rei­he ande­rer endo­kri­ner Sys­te­me ein, wel­che bei der Nah­rungs­kon­trol­le eine Rol­le spie­len: Es stei­gert sowohl die Sekre­ti­on von Cor­ti­son, →Aldos­te­ron und Vaso­pres­sin als auch die →Enzy­me der →Lipo­ge­ne­se in ihrer Akti­vi­tät.